My Armenian Café, George Town

Fotowand - My Armenian Café - The GrassVan - Carolin Feneis und Ellen Heinrich

Dies ist ein kleiner, aber feiner Bericht über unsere Zeit im "My Armenian Café"! Dieses Café liegt im Herzen George Towns, einer Stadt, die kreativer und spannender kaum sein kann. Deswegen sind wir auch besonders Stolz, hier die letzten vier Monate verbracht zu haben!

Dass man Glück haben muss, hier einen Job zu finden, steht außer Frage - aber gleich soviel Glück? Angefangen hatte alles im Oktober 2013, also vor zwei Jahren, als Tobi, damals für 1,5 Wochen Visa-bedingt, alleine hier in Malaysia unterwegs war. Damals wie heute haben wir, bzw. er, bei Sherylin und Sam gewohnt, der besten Couchsurfer-Familie, die wir kennen!

Der Beginn von "My Armenian Café" und "The GrassVan"

Im Oktober 2013 schlenderte Tobi also alleine durch die Straßen George Towns und kam an einer Galerie vorbei, wo er ein Bild entdeckte, welches ihm gut gefiel. So kam er mit der Galeristin in ein kurzes Gespräch. Der Austausch dauerte nur ca.10 Minuten, denn das Bild war Tobi zu teuer. Doch, was er damals nicht wusste, diese Begegnung sollte den Weg für unser Gück 2015 ebnen. Nun, als Familie in George Town unterwegs, schlenderten wir ebenfalls durch die Straßen und entdeckten ein keines Café mit Galerie und Shop. Tobi kam auch dieses mal mit der Galeristin ins Gespräch und siehe da, Ayssa - die besagte Dame - konnte sich irgendwie an Tobi erinnern. Als sie ihn fragte, ob er sie kenne, musste er vereinen. Er war noch nie in dieser Ecke der Stadt gewesen und konnte sich auch nicht an ihr Gesicht erinnern. Doch als sie ihm erzählte, dass sie mit ihrer Galerie erst kürzlich umgezogen sei und ihren Laden vorher in Straße soundso hatte, ging dem verdutzten Tobi ein Lichlein auf. Dies war der Beginn von der Zusammenarbeit mit "My Armenian Café" und dem Beginn von The GrassVan. Dank unserem unermüdlichen Arbeitseinsatz im genannten Café, waren wir in der Lage, uns die ganzen Ausgaben für unsere ersten Produkte - von den Flaschen, über die Herstellung der Öle bis hin zum Druck der Labels und den weiteren damit verbundenen und oft unvorhersehbaren Zusatzkosten - überhaupt erst leisten zu können!

 

Diese vier Monate brachten den Stein ins Rollen: Wir starteten durch und fingen an, viele unserer Ideen in die Tat umzusetzen. Das bedeutete aber auch, wenig Schlaf, viel Arbeit, unglaublich tolle Bekanntschaften und ein wunderschönes Resultat. Am Ende hatten wir ein entspanntes, künstlerisches Café in der Armenian Steet geschaffen. Hier haben wir das ganze Menü und Angebot umgekrempelt, die Innenarchitektur mit wenigen Mitteln auf Vordermann gebracht, den Shop und die Galerie aufgewertet und einen neuen Service-Standard gesetzt. Wir haben eine Spielecke aus Kunstrasen, passend zum GrassVan gebaut. Tobi hat seine handwerklichen Fähigkeiten beim Bau einer kompletten Bartisch-Serie (3-Mann-Bar, 2-Mann-Bar und 1-Mann-Bar), weiteren Einzeltischen und der dazugehörigen 2 Meter Sitzbank mit einer Ablage und einem Regal um Sachen zu verstauen, bewiesen. Nina und Jacob, unsere Reisefreunde von der Phujel School - eine der Charities, die wir unterstützen - und die uns dort besucht hatten, haben geholfen, ein Regal zu bauen.

Unsere ganzen Projekte entstanden nach dem Motto: "Mit wenig Geld, viel erreichen - Do it yourself"! Pflanzen wurden perfekt verteilt und kleine Blickfänger aufgebaut. Businesskarten, Flyer und Banner erstellt, ein ganzes Workshop-Programm mit Yogastunden und Klangtherapie umgesetzt und noch soviel mehr.

 

Ellen und Jonas

Besonders erwähnenswert ist unsere unbeschriebliche Zeit mit Ellen und Jonas. Zwei absolute Granaten (im positiven Sinne!!!) in Sachen Menschlichkeit. Die Beiden haben wir hier getroffen und wie viereiige Vierlinge waren wir 6 Wochen lang unzertrennlich. Sie haben mit ihrem Charme und ihrer Art maßgeblich zur Entfaltung des Cafés und der, unserer geistigen Höhenflüge, beigetragen. Ellen, Grafikdesignerin und Künstlerin, hat an der gesamten Wand im Café ein traumhaftes Mandala gemalt - die neuste Street Art in George Town - und hat dem  Café damit den letzten Feinschliff verliehen. Zudem hat sie zusammen mit Jonas die Idee und grandiose Vorarbeit zur "Fotowand" geleistet. Dabei war Jonas, gelernter IT-ler mit handwerklichem Geschick immer zur Stelle, wenn Not am Mann war und war mit seiner ruhigen und bereichernden Art der Fels in der Brandung. Auch die beiden reisen mit Ihrem gefährt, einem Landorver Defender durch die Welt und haben jede Menge spannende Geschichten auf intothefar zu erzählen. Zudem bieten die beiden digitalen Nomaden professionelle Dienstleistungen bezüglich Webseitengestaltung an.

 

Workshops im My Armenian Café

Wo soll man anfangen und wo aufhören, einfach so viele verrückte Geschichten. Der Plan für den letzten Monate war Workshops anzubieten. Im zweiten Stockwerk hatten wir einen tollen Raum der sich wunderbar dafür geeignet hat. Aber wo bekommt man auf die Schnelle Workshops her - neben den vielen anderen Dingen? Es ist schon unglaublich unverschämt dies zu behaupten, aber sie kamen aus dem Nichts. Sie kamen genau dann wenn wir sie brauchten. Bella und Omar, zwei Straßenmusiker haben wir in George Town entdeckt. Sie sind nicht irgendwelche Straßenmusiker, sie spielen Hang und Didgeridoo und zeitgleich sind sie Musiktherapeuten. Wir haben sie eingeladen, bei uns vor dem Café zu spielen und daraus entwickelte sich der erste Workshop - Klangtherapie mit Hang und Didgeridoo - etwas ganz Besonderes von ganz besonderen Menschen. Eine unglaubliche Energie von Omar, dem Shamanen aus Peru und Bella, der Schönen aus Russland. Wir sind sehr dankbar,  dass wir die beiden kennenlernen konnten. Zwei Tage später kamen dann auch Urs und Corrie. Beide Reisefreunde von Ellen und Jonas. Corrie erzählte uns doch tatsächlich, dass sie auf der Suche nach einem Raum für Yoga sei. So entstand also unser zweiter Workshop. Einfach faszinierend wie sich Dinge manchmal wie von selbst ergeben. Aber über so viel göttliche Hilfe waren selbst wir erfahrene Hasen sprachlos.

 

Was wären wir ohne Alyssa? Wir könnten euch nicht diese ganzen tollen und spannenden Geschichten erzählen und euch nicht diesen Blog anbieten, denn eins ist sicher, so, mal ohne weiteres, stellt man keine "Touristen" ein die man mal kurz für einige Minuten kennengelernt hat. Alyssa hat diese Art, welche Reisende auch haben. Diese Kraft der Leichtigkeit. Keine Angst, sondern purer Optimismus. Ihr einfaches Motto: "Boleh Boleh" was soviel bedeutet wie "Klar, kein Problem"! Dies war der Einstieg ins Café-Leben hier in George Town. Der Beginn von etwas ganz Besonderem.

 

Zu guter Letzt erzählen wir euch noch die Geschichte von dem Bild, welches ihr oben seht. George Town ist die Hochburg für künstlerische Entfaltung. Hierhin kommen jährlich tausende von Touristen aus Malaysia und der Welt um die Street-Art in dieser Stadt zu entdecken. Angefangen hatte alles 2012, als der noch unbedeutende Künstler einige Street Arts platziert hat, welche der absolute Renner wurden. Sein Name, Ernest Zacharevic.

Durch sein Talent wurde aus dieser Stadt, was sie heute ist: Cool, hipp und künstlerisch, um nur einige Ausdrücke aufzuzählen. Ellen von Intothefar hat dieses obige Bild begonnen und Caro hat es vollendet. Ein tolles Projekt und ein perfekter Beitrag um der Stadt und "unserem" Café ein kleines Abschiedsgeschenk zu machen. Danke George Town.

 

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